Neue Anforderungen an Designer: Geschäftsmodelle und Kunden die selbst gestalten wollen

Immer häufiger wollen meine Kunden (Auftraggeber [AG]) selbst gestalten und die offenen Dateien von mir nutzen.
Wie kann ich sie unter diesen Voraussetzungen begleiten, Design gewinnbringend einzusetzen, und selbst Geld dabei verdienen?

Warum möchte der Kunde selbst gestalten?

  1. Er ist sicher in Word und EXCEL und kann auch Indesign und Co. bedienen
  2. Kosten sparen
  3. schneller reagieren können
  4. kürzere Kommunikationswege
  5. Er ist besser mit den Anforderungen der Zielgruppe vertraut
  6. mit meiner kreativen Arbeit nicht zufrieden
  7. Er möchte eigene Kreativität mit Gestaltung ausdrücken (Zwang zur Kreativität)
  8. persönliches Zerwürfnis

Mögliche Antworten:

  1. Gestalten ist mehr als das Bedienen von Entwurfssoftware und das Verschicken von druckfähigen PDFs. Der Kunde hat keine Kenntnisse von den von mir geleisteten Arbeiten, kann meine Tätigkeiten für ihn nicht einschätzen (falsche Fremdwahrnehmung). Bessere Positionierung und Transparenz in der Selbstdarstellung unter Einbeziehung des Fremdbildes. Weg vom Objekt hin zur Gestaltung von Ideen.
  2. Kostentransparenz über geleistete Arbeiten inkl. Aufwand schaffen
  3. seine eigenen Abläufe kontrollieren, um flexibler agieren zu können
  4. stärkere Bindung zum AG suchen
  5. für den AG die Zielgruppe spiegeln bzw. über Analyse (Userstories, branchenfremde Erfahrungen) neue Facetten einbringen
  6. Da kann mensch nichts machen, außer nach dem Grund fragen
  7. ihn dabei unterstützen mittels kostenpflichtiger Beratung bei der Anwendung von Entwurfssoftware und bei der Umsetzung inkl. des Blickes für das Ganze (Corporate Design, Imagebildung und Positionierung des AG)
  8. Designbusiness ist Beziehungsbusiness (Vertrauen, Empathie …), sonst gäbe es keine Scheidungsanwälte

Das Wichtigste ist:

Nicht in die Schmollecke zurückziehen, sondern den Kunden befragen, aus seinen Antworten lernen (Fremdbild zur Korrektur des Selbstbildes [Positionierung] nutzen), um beim nächsten Kunden besser dazustehen.
Leistungen anbieten, die über »reine« Gestaltungsleistungen hinaus gehen:

  1. Konzeptionelle Arbeit, Analyse, Beratung und Projektmanagement von Designleistungen bis hin zur Integration von Design und kreativer Arbeit in die Unternehmenskultur und -prozesse.
  2. Lernen und erkunden, welche Bereiche in der ausgeweiteten Designzone für mich neue Möglichkeiten eröffnen, neue Wertangebote (Value Proposition) für meine Kundensegmente zu schaffen.
  3. Neue Geschäftsmodelle (durchaus mehrere) für verschiedene Kunden und Projekte entwickeln (Business Model Generation)

Interessantes und Wissenswertes zur Arbeit von Designern in der ausgeweiteten Designzone findet ihr in den Mitschnitten der beiden ersten Webinare unseres Bildungsprogramms Design macht: Business (Modul 1 und Modul 2 ).

Details, Anregung und Anleitung u. a. zum Business Modelling, zum Management von Kundenbeziehungen, zur Positionierung erhaltet Ihr in den kommenden Webinaren und Workshops.